Durchdachtes Mahdmanagement von Strassenrändern, Isère, Frankreich
-
- © Rainer Sturm / Pixelio.de
Beispiel aus dem französischen Departement Isère
Im Departement Isère führen die Strassenmeisterei und die Verwaltung des Departements (der Conseil Général) in Partnerschaft mit dem Naturschutzverein GENTIANA seit 2004 auf den Strassenrändern und Grünstreifen des Strassennetzes des Departements ein Projekt mit dem Namen „Durchdachte Mahd, geschützte Natur“ durch. Durch den Verzicht auf die Verwendung von Pestiziden und eine besser durchdachte und geplante Mahdpraxis soll die Biodiversität geschützt werden. Die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten an den Strassenrändern des Departements wurde zuvor in einer umfangreichen Untersuchung von GENTIANA erhoben. Das Mahdmanagement erfolgt wird nach dem Motto: „soviel Mahd wie nötig, jedoch so wenig wie möglich“. Dabei wird auf die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer Rücksicht genommen. Die Mahd findet jedoch nicht statt, bevor nicht die Mehrzahl der Blumen geblüht und Samen gebildet hat.
Bilanz
Durch Schilder an strategisch wichtigen und ökologisch bedeutsamen Punkten des Strassennetzes wird auf diese Aktion aufmerksam gemacht und die Öffentlichkeit informiert. Positive Auswirkungen auf Fauna und Flora konnten bereits nachgewiesen werden. Zusätzlich konnten durch eine bessere Planung der Arbeitszeit und des Materialeinsatzes sowie durch geringere Arbeitsbelastung Kosten gespart werden.
Weitere Informationen
- Informationen zur „durchdachten Mahd“ mit Merkblättern und Beispielen finden sich auf der Homepage des Vereins Gentiana
http://www.gentiana.org/site:gestion (fr)
Zugehörige Massnahme
Mahdmanagement von Straßenrändern

