Naturnahe Gartengestaltung

Naturnahe Gartengestaltung
In naturnahen Gärten finden sich eine Vielzahl an Strukturen und Lebensräumen für verschiedene Tiere und Pflanzenarten. © CIPRA International

Beteiligte Sektoren

Lokale Bevölkerung / BürgerInnen, Gemeinden

Relevante Lebensräume

Siedlungs- und Verkehrsflächen

Beschreibung

Naturnah gestaltete Gärten mit vielen einheimischen, robusten Gehölzen, Wildkräutern und Pflanzen sind eine Bereicherung in den Siedlungsgebieten und können zur Vernetzung von Lebensräumen beitragen. In naturnahen Gärten finden sich idealerweise eine Vielzahl an Strukturen und Lebensräumen für verschiedene Tiere und Pflanzenarten: Trockenmauern, Stein- und Reisighaufen, Totholzbereiche, Obstbäume und Teiche bieten wertvolle Rückzugsgebiete. Außerdem stellen sie ausreichend Nahrung zur Verfügung und können als Versteck-, Nist- oder Jagdmöglichkeiten genutzt werden. In einem naturnahen Garten schließt außerdem Kompost als natürlicher Dünger den Kreislauf. Synthetische Mittel wie Pestizide, Pflanzenschutzmittel und Mineraldünger sind daher überflüssig.

Wirkung

Auswirkungen vor allem auf Kleine Säugetiere, Reptilien, Amphibien, Vögel, Insekten
Ökologische Wirkung  
Habitatverbesserung bzw. -sicherung Durch eine naturnahe Gestaltung verbessert sich sich die Eignung von Gärten als Lebensraum für verschiedene Kleinsäuger, Amphibien, Reptilien und Insekten.
Element ökologischer Verbund Naturnahe Gärten können im Zusammenhang mit weiteren naturnah gestalteten Flächen Teil eines lokalen Biotopverbundes sein.
Zeitraum bis zur Wirkung Sofort, Wochen: Je nach Zeitpunkt der Umsetzung kann die Wirkung direkt in der aktuellen Vegetationsperiode einsetzen.
Massstab der Wirkung Sehr lokal (Parzelle), Lokal (Gemeinde): Einzelne naturnah gestaltete Flächen können Teil eines lokalen Biotopverbundes sein.

Umsetzung

Umsetzungsdauer Tage, Wochen: Viele Massnahmen können sofort umgesetzt werden (Umstellung auf heimische Arten, Verzicht auf Kunstdünger) während hingegen andere ein bisschen mehr Aufwand erfordern (Bau einer Trockensteinmauer oder eines Teiches).
Häufigkeit Einmalig, Wiederkehrend: Je nach konkreter Ausgestaltung einmalige oder wiederkehrende Umsetzung der einzelnen Aktivitäten.

Wirtschaftliche und rechtliche Aspekte

Kosten Sehr gering (bis 1'000 €): Ein Großteil der Aktivitäten können ohne großen finanziellen Aufwand umgesetzt werden und können tlw. sogar Geld sparen.
Sozio-ökonomische Auswirkungen Keine direkten Auswirkungen: Je nach Gestaltung des naturnahen Gartens können zahlreiche Nutzpflanzen in der Küche Verwendung finden.
Finanzierungsmöglichkeiten Privat Sponsor, Öffentlich lokal, Öffentlich regional

Weitere Informationen

Evaluation Es gibt zahlreiche Initiativen, die versuchen naturnahe Gärten bewusst zu fördern. Übergeordnete Planungen zum Biotopverbund stehen jedoch meist noch aus.
Informationen Österreich: Initiative "Natur im Garten": http://www.gemeinden.umweltberatung.at/start.asp?b=3608
Deutschland: Tipps zur Gestaltung eines Naturnahen Gartens z.B. beim Naturschutzbund Deutschland: http://hamburg.nabu.de/projekte/garten/gartentipps/05213.html

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