Darstellung der Auswirkung menschlicher Tätigkeiten auf das Birkhuhn

29.03.2011
Wo treffen wildlebende Tiere bei ihrer Migration in den Alpen auf Barrieren? Das Econnet-Arbeitspaket "Barrieren und Korridore" hat nun die ersten Ergebnisse zu dieser Frage im Zusammenhang mit dem Birkhuhn (Tetrao tetrix) vorgelegt. Dieser große Vogel wurde repräsentativ für diejenigen Arten ausgewählt, die vom Klimawandel negativ betroffen sein werden.

Density of ski resorts per 10 km² on black grouse potential reproduction habitat for the Alpine arch.
© Austrian Federal Environment Agency

Birkhühner sind sesshafte Vögel und dadurch besonders empfindlich gegen Umweltveränderungen und Störungen durch den Menschen. Eine der größten künstlichen Störungen für Birkhühner sind Skilifte. Um die Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten auf die Lebensräume des Birkhuhns darzustellen haben die Econnect-Partner die Dichte an Skigebieten pro 10 km² in potentiellen Birkhuhn-Brutgebieten errechnet (siehe Abbildung). Während seines Jahreszyklusses ist das Birkhuhn von verschiedenartigen ortsgebundenen Lebensräumen abhängig. Für das Überleben des Vogels ist es von entscheidender Bedeutung, dass diese verschiedenen Reviere vorhanden und erreichbar sind. Laut Experten benötigt das Birkhuhn im Sommer ungefähr 20 Hektar unfragmentierten Brutgebietes. Die Zerschneidung dieser Brutgebiete durch lokale Störungen (z.B. Freizeitaktivitäten und Infrastruktur) wird als Hauptproblem angesehen. In den Überwinterungsgebieten ist die Häufigkeit der Störungen ein ernstzunehmendes Problem: Häufige Störungen verursachen beim Birkhuhn Stress und führen zu einem Ungleichgewicht in deren Energiehaushalt. Eine ähnliche Analyse wurde auch für andere Arten vorgenommen. Hindernisse wurden unter Berücksichtigung von deren Einfluss auf das Migrationsverhalten für jede Art einzeln festgelegt.

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